Deine Bestimmung als Mann? …und was Furcht damit zu tun hat


Gleich vorneweg möchte ich eines ganz klar machen: Ich bin keiner, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Ich bin einfach jemand, dem die Männerarbeit auf dem Herzen liegt und der dies mit anderen teilen möchte. Auch bin ich selbst fortwährend in einer Lernphase.

Heute in Zeiten des Gender-Wahns gibt es ein gravierendes Problem in der Welt und auch unter Christen: Viele wissen nicht mehr was einen Mann oder eine Frau überhaupt ausmacht. In diesem Artikel soll es daher darum gehen wie Du Dein volles, gottgegebenes Potenzial ausschöpfst und ein echter Mann Gottes wirst.

Die Fehler meiner Jugend?

Kurz vorneweg möchte ich aus meinem Leben erzählen. Als ich noch jünger war suchte ich unbewusst nach Vorbildern. Wie viele andere Jugendliche fand ich meine Idole v.a. auch im Bereich der Medien. Dies fing in der Pubertät mit Rap-Stars an und ging weiter mit Darstellern aus diversen US-Reality Shows (z.B. die US-Real-Live-Show„Jersey Shore“: Hier ging es um mehrere Jugendliche, deren Livestyle es war Party zu machen, Alkohol zu trinken, viel Wert auf den Style zu legen und Frauen abzuschleppen; das war „cool“). Demzufolge schlichen sich bei mir viele schlechte Gewohnheiten ein. Man sieht: Menschen lernen v.a. durch Nachahmung und wir erkennen welche gefährliche Vorbildfunktion die Medien in der heutigen Gesellschaft z.T. haben. Fakt ist: Es fehlen oft gute und starke Vorbilder!
In diesem alten Leben lag für mich kein echtes Glück. Erst als ich dann vor etwa drei Jahren Christ wurde (also wirklich Jesus nachfolgte; vorher war ich nur Namenschrist) fand ich mein Glück und erkannte nach und nach was einen Mann wirklich ausmacht: Jetzt weiß ich, dass Gott den Menschen „als Mann und als Frau“ (1. Mo 1,27) erschaffen hat mit jeweils verschiedenen Stärken und Aufgaben. Diese „Tätigkeiten“ zu erkennen ist ein wichtiger Schlüssel!

Dazu folgender Bibelvers:

„Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben,… haben (wir) aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns (durch Gott) verliehenen Gnade…“ Röm 12, 4

Warum hat jeder andere Talente bzw. Tätigkeiten?

Es ist so: Wir können uns alle Christen vorstellen wie einen einzigen Körper bzw. wie eine Armee. Der Oberbefehlshaber ist Jesus Christus und wir alle bilden zusammen die Streitkräfte (Artillerie, Pioniere, Panzer, Versorgungseinheiten). Ein extrem wichtiger Punkt für unsere maximale Schlagkraft ist, dass jeder auf „seinem Posten“ kämpft (auf dem Gott ihn mit „Talenten“ vorgesehen hat).
Jetzt die Frage: Was wäre, wenn die Versorgungseinheiten (Nachschub, Essen, Logistik etc) plötzlich eigenmächtig an die Front kommen, weil es „cooler“ ist zu kämpfen? Oder wenn die Panzerfahrer nur noch innerhalb der Küche dienen möchten, weil es „sicherer“ ist?

Dann wird der Leib geschwächt und er ist nicht so stark wie er eigentlich sein könnte! (Effizienzverluste)
Genau das ist oft der Fall, wenn Männer sich vor Ihrer geistigen Verantwortung drücken und wenn Frauen die Karriere wichtiger ist als die Familie.

Und meiner Meinung nach ist es auch eine der Strategien des Teufels den Leib Christi zu schwächen, indem er Mann und Frau bezüglich Ihrer Aufgaben/Stellung verwirrt.

Wir müssen also die Verschiedenartigkeit von Frau und Mann anerkennen. 

Ihr Männer sollt gleichermaßen einsichtig mit eurer Frau als dem schwächeren Gefäß zusammenleben“ 1. Petr 3,7
(Elberfelder: Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen,“)

Konkret: Ein „schwächeres Gefäß“ wird man im Krieg i.d.R. nicht direkt an die Front stellen. Ganz einfach, weil man es schützen möchte.

Ergänzend dazu ein Bibelvers:

„… damit sie (die alten Frauen) die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben,  besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird. Gleicherweise ermahne die jungen Männer, dass sie besonnen sein sollen.“ Tit 2,4

Die Stärken einer Frau liegen also vor allem auch im häuslichen Bereich. Und ich glaube: Wenn Kinder ein Stimme hätten, würde sie sich immer für eine „Mutti-daheim“ entscheiden. Denn so wird die Liebe und Geborgenheit eines Kindes maximal gefördert. Lasst uns daher auch in unserem Umfeld Frauen wertschätzen, die eine klassische „Mutter & Hausfrauen-Rolle“ einnehmen und Ihnen sagen, dass wir das wertschätzen und ehren. Auch kann ich sagen: Ich als Selbstständiger schätze die Tätigkeit einer Hausfrau (=Home-Managerin) höher ein als die einer Managerin. Warum? Angestellte müssen auf Anweisung hin gehorchen, Kinder dagegen haben meistens einen eigenen Kopf. Zudem ist die Aufgabenbandbreite bei einer Home-Managerin viel höher! Im Endeffekt sind wohl vor allem die Frauen besonders stark und tough, die sich gegen den Mainstream-Zeitgeist stellen und zu Hause für die Familie da sind.

„Und seid nicht gleichförmig dieser Welt (Zeitgeist), sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes“ Röm 12 2

Ganz wichtig noch: Wir alle, Mann und Frau, sind „FREI“ in Jesus unsere Aufgaben zu wählen. Natürlich ist nicht bei jeder Frau der Platz zu Hause bei den Kids. Zudem gibt es natürlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Dennoch wird klar, dass der geschlechtergleichmachende Trend der Medien falsch ist.
Jeder sollte daher Gott im Gebet fragen wo sein Platz ist, beziehungsweise Gott bitten ihm ein Herz für seine Berufung zu schenken. Besonders wichtig ist es niemanden zu etwas zwingen zu wollen, sondern vielmehr zu ermutigen.

Nochmals: Wir sind frei alles zu tun, wenn wir in Jesus sind. Aber nicht alles ist nützlich (für den Leib).:

„Alles ist mir erlaubt — aber nicht alles ist nützlich!“ 1. Kor 6, 12

Was ist Deine Bestimmung als Mann?

Zurück zu den Aufgaben eines Mannes:

„denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter (Erhalter) des Leibes. Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort.“ Eph 5,22

Wir Männer sind also die Pastoren der Familie und haben somit eine besondere Verantwortung.

Unsere Aufgabe als das stärkere Gefäß ist geistig gesehen VOR-WEGZUGEHEN/geistige Richtung vorzugeben/VOR-Bild zu sein. Der Kopf geht geistig gesehen immer voran.
Nach Tit 2,4: „In allem mache dich selbst zu einem Vorbild guter Werke“

Jetzt drei Fragen zum Thema „Bestimmung“:

1. Was sind konkret die Aufgaben eines Mannes?

Unsere Aufgaben sind:

  • Verantwortung übernehmen (In der Gemeinde und draußen in der Welt; keine falsche Bescheidenheit)
  • klar Stellung beziehen & Werte verteidigen (in Liebe) = d.h. in Diskussionen auch mal schwierige Meinungen vertreten. (Ein Beispiel von mir: Ich teile z.B. in Diskussionen offen meine Bedenken bezüglich kontroverser Themen wie z.B. einer Frau als Pastorin/Lehrerin. „Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren“ 1. Tim 2,11)
  • Geschwister zurüsten = anderer Geschwister lehren
  • Finanzielle Versorgung Familie = Materiell und geistig gesehen als Versorger der Familie
    Eph 5,22: „er ist der Retter (Erhalter) des Leibes.
  • Liebe geben
  • Verantwortungsvoll wichtige Entscheidungen treffen
  • Deine konkrete Bestimmung leben (abseits der Bestimmung als Mann)

2. Wie erkennst Du Deine konkrete Bestimmung als Mann?

Viele Männer erkennen Ihre konkrete Berufung nicht. Denn neben der allgemeinen Berufung als Mann, gibt es noch eine spezielle, ganz auf die Person zugeschnittene Berufung. Darum soll es jetzt gehen: Diese konkrete Berufung ist meist dort gelagert, wo Du eine starke Liebe oder einen Drang verspürst. Bei mir ist das beispielsweise die Evangelisation oder die Hilfe für verfolgte Christen.Du weißt noch nicht was Deine spezielle Berufung ist? Dann stell Dir folgende Frage:

Was glaubst Du was alle Menschen tun sollten in Christus? Was liebst Du zu tun?

Das hilft Dir auch nicht weiter? Dann mache Dir keinen Streß bzw. Druck. Gott ist mit uns und bewirkt „unser wollen und vollbringen“

denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ Phil 2,13

Zurück zur speziellen Berufung: Tendenziell sollten wir immer handeln, wenn wir gebraucht werden. Kleine Schritte sind für den Anfang völlig ausreichend. Wichtig ist aber immer, dass wir in LIEBE handeln und nicht zwanghaft nach Aufgaben suchen. Manchmal ist es auch besser zu warten! „Alles hat seine Zeit“. Warte bis LIEBE und FRIEDEN für die Aufgabe kommt (Wichtig: immer anhand des Wortes prüfen).

Wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nicht“ 1. Korinther 13, 2

Ein kurzes Beispiel noch aus meinem Leben:
Ich wurde im Juli letzten Jahres gefragt ob ich einen lieben Bruder nach Afghanistan begleiten möchte. Ich sagte ab, weil ich keine konkrete Liebe für die Menschen da hatte. Dann verfolgte ich in den Folgemonaten die Lage der verfolgten Christen im Irak und schaute mir sogar auf Youtube Videos über die Flüchtlinge in Erbil an. Mein Herz für die Menschen dort wuchs, doch ich hatte keine Idee wie ich da alleine helfen könnte. Dann passierte ein kleines Wunder. Nur einige Wochen später fragte mich ein andere Bruder ob ich ihn mit einer Hilfsorganisation nach Erbil begleiten würde. Das „ja“ kam mehr als leicht von meinen Lippen. Ergo: Wo keine Liebe war, hatte Gott Geduld und schuf neue Wege!

3. Was hindert Dich daran Deine Bestimmung als Mann auszuüben?

  • Ablenkungen wie zB. Medien (Internet-Daueronline, Smartphones, zu viel TV, …) > Zeitmangel
  • falsche Aufgaben („Gutes ist Feind des besten“) und
  • Furcht (Gedanken vom Teufel, dass eine Aufgabe zu schwer sei)

Lösung: Bitte Gott um Liebe für Deine Berufung (bete dafür!). Wenn es soweit ist, dann vertraue darauf was Gott in der Bibel zusagt und suche Hilfe bei Brüdern. Es gelten die Zusagen Gottes: Durch Jesu Blut bist Du gesegnet/stark/geheiligt. Du musst prinzipiell nichts mehr erledigen oder an Dir arbeiten. Du bist einsatzbereit. Dein Herz allein ist entscheidend. Wenn Du ein Herz für Deine Berufung hast, tu einfach den ersten Schritt und Gott wird mit Dir sein. Das Gute: Ist eine Aufgabe erledigt stellt sich meist FREUDE ein. Denn Angst ist potenzielle Energie/Freude (Wenn wir überwinden). (Achtung: Manchmal kann aber auch ein Zurückweichen Sinn machen wie bei der Flucht von Maria/Josef nach Ägypten; wobei hier Gott auch ganz klar sprach!)

Furcht vs. Gottesfurcht: Was Gottesfurcht mit Deiner Bestimmung zu tun hat?

Jetzt würde ich gerne noch kurz vor Ende auf eine andere Art von Furcht eingehen: Die Gottesfurcht.
Diese war mir vor meiner Irak-Reise 2014 eine große Hilfe. Konkret waren es vor allem 2 Bibelstellen:

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!“ Mt 10,28

„Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.“ Lk 9,24

In diesen beiden Versen geht darum, dass wir Gott mehr respektieren als alles andere. Wichtig ist es dabei aber „Gottesfurcht“ nicht falsch zu verstehen. So wird „Gottesfurcht“ in der Schlachter-Bibelerklärung wie folgt erklärt: „die Ehrfurcht vor dem Herrn, die Scheu davor, Gott durch Sünde herauszufordern“.

Befreiend dazu wirkt auch folgender Vers:

„Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ Röm 8, 15

Zusammenfassen kann man sagen, dass der Respekt vor Gott sollte größer sein als die Angst vor Menschen, vor Versagen und vor dem Tod. Das Gute: Wenn wir keine Furcht vor dem Tod haben (weil wir wissen dass wir ewig leben werden), dann wird es sehr schwer für den Teufel uns zu stoppen. Falls das für Dich schwierig nachzuvollziehen ist, dann wisse, dass Gott geduldig ist. Er wird Dir helfen. Wir sind alle Kinder Gottes und ein Papa hilft Seinem Kind ja auch voller Geduld wenn es gerade erst Fahrradfahren lernt und aus Furcht Fehler macht.

Fazit:

Wir Männer haben eine besondere Verantwortung. Wisse um Deine Identität und Aufgabe als Mann und bitte Gott täglich im Gebet um Power und Führung. Auch wenn nicht alle Männer direkt an der „Front“ als Evangelisten agieren: Im Zweifel ist Dein Platz eher weiter vorne (da wo es unbequem ist = Abenteuer-Potenzial) als hinten. Denn Jesus war Löwe UND Lamm. Wichtig auch: Führen sollte  mit einer Herzenshaltung des „Dienens“ einhergehen und nicht mit „Überheblichkeit“ bzw. „Kommandieren“.

Nochmals zusammengefasst:

  1. Du bist gefährlich (stark)
  2. Du hast als Mann eine besondere Aufgabe: Dein Platz ist VORne (Stichwort: Vorbild; vorweggehen, Vorschläge)
  3. Tu den ersten Schritt (in Liebe; Ohne Liebe ist alles nichts).

Merke Dir von diesem Artikel vor allem ein Wort: VOR!

Dein René
(Wer bin ich?)