Sex vor der Ehe: Ist das gut?

Wenn es nach der medialen Gesellschaft geht, dann ist es ganz normal sich vor der Ehe auszuprobieren und auch intim zu werden. Doch ist das auch gut für Dich? Und vor allem: Was sagt Gott dazu?

Gehen wir erst einmal allgemein vor:

1 ) Was sagt Gott zu Sex vor der Ehe?

Zuerst einmal möchte ich Dir folgendes sagen: Papa Gott liebt Dich über alles und will nur das allerbeste für Dich. Auch beim Thema Sex hat Gott einen Masterplan für Dich.
Doch wir gehen oft eigene Wege. Ich selbst habe in den letzten 15 Jahren erlebt (als ich Gott noch nicht kannte), dass das ganze hin und her im Bereich Beziehungen sukzessive unglücklicher  bzw. beziehungsunfähiger macht und ich wäre froh es rückwirkend anders machen zu können. Als ich dann vor 2,5 Jahren Jesus kennenlernt habe, durfte ich erkennen, dass Gott in vielen Bereichen einen besseren Plan hat.

Doch was steht in der Bibel über „Sex vor der Ehe“? Die erste Stelle dazu findest Du im Neuen Testament. Somit ist dies auch für uns heutige Christen in jedem Fall gültig:

„Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch sonst begeht ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib“.“um aber Unzucht zu vermeiden,
soll jeder Mann seine eigene Frau (sg. Ehefrau)…haben.“
1. Kor 6, 18 – 7,2 (Schlachter 2000)  http://bibelserver.com/text/LUT/1.Korinther6

Doch was bedeutet „Unzucht“? Schauen wir uns dazu am besten den altgriechischen Originaltext an. Hier steht  für „Unzucht“ das Wort „porneia“. Dies kann entsprechend dem bekannte Wörterbuch „Strongs“ hier (1. Kor 7) am besten mit „vorehelicher Geschlechtsverkehr“ übersetzt werden. Dies siehst Du hier gut im Wörterbuch:

porneia_unzucht_strongs-woerterbuch

Auszug aus Wörterbuch: Bedeutung von „porneia“ (Unzucht)

Auch im Alten Testament steht das Wort „Unzucht“ in 5 Mose 22,21 für
vorehelichen Sex:

„Wenn jemand eine Frau nimmt (heiratet)…und legt ihr etwas Schändliches (Ehebruch) zur Last … (und) die Zeichen der Jungfräulichkeit an der Frau nicht gefunden worden sind…sollen sie (die Ehefrau) zu Tode steinigen, weil sie eine Schandtat begangen hat, indem sie Unzucht trieb.“ 5 Mose 22,21 (Schlachter 2000)

Kurze Erklärung: Die „Jungfräulichkeit“ der Ehefrau wurde damals in der ersten Liebesnacht anhand eines weißen Bettlakens nachgewiesen. War das Laken durch die Verletzung des Jungfernhäutchens blutrot eingefärbt, wurde dies als Beweis für die Unberührtheit der Frau gewertet. Wenn dieses „Zeichen der Jungfräulichkeit“ nicht gegeben war, wurde dies als Indiz für vorehelichen Geschlechtsverkehr gesehen. Und darauf stand der Tod.

Der Lohn der Sünde ist also der Tod (Röm 6,23). Das ist hart, ja klar! Aber andererseits wäre es ungerecht, wenn Sünde ungesühnt bliebe. Und Gott ist gerecht. Die gute Nachricht: Wenn wir Jesus Christus als unseren Herr angenommen haben und Unzucht in unserem Leben Thema war/ist, dann haben wir Glück! Ganz einfach weil Jesus schon für unsere Sünde am Kreuz die Strafe bezahlt hat. Wir sind dann straffrei 🙂 Hast Du schon Jesus als Deinen Sünden-Retter angenommen?

Wichtig: Fakt ist einfach, dass Unzucht generell eine Sünde ist. Das steht indirekt auch in den 10. Geboten: „Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Frau.“ Denn wenn ich mit einer Frau schlafe ohne sie zu heiraten, sie dann aber später einen anderen ehelicht, dann war ich (quasi im Voraus) mit der Frau meines Nächsten intim. Ich hoffe Du kannst das nachvollziehen 🙂

2 ) Was bringt es Dir, wenn Du mit dem Sex wartest?

VORTEIL 1: Der Wert Deiner Beziehung steigt, wenn Du wartest.
Wenn Dein Partner bereit ist auf Dich zu warten, dann zeigt dies i.d.R. „echte Liebe“ und echtes Interesse. An die Frauen: So könnt Ihr auch austesten, ob der mögliche Partner wirklich Interesse an EUCH als Person hat und nicht nur an Eurem Körper. Denn wer möchte schon primär wegen seines Körpers geliebt werden?
Ähnlich ist es im Sport. Der Wert eines Siegpreises ist umso höher, je mehr man dafür tun musste. Ein Beispiel dazu: Das Schwimmerabzeichen „Seepferdchen“ hat einen vergleichsweise geringen Wert, weil Du dafür keine besonderen Leistungen erbringen musst. Wenn Du aber das wichtigste Tennisturnier der Welt „Wimbledon“ gewinnst, dann hast Du dafür unzählbare Stunden an Training investiert. Genauso ist es mit einer Ehe. Sie ist umso mehr wert, je mehr  „Aufwand“ es war diese Beziehung auch zu erlangen. Oder anders formuliert: Wenn Du wartest, zeigst Du, dass Du einen hohen Wert hast.

VORTEIL 2:  Dein Genuß ist größer, wenn Du wartest.
Angenommen Du bist zu einem festlichen Abendessen bei Starkoch Johann Lafer eingeladen.
Wenn Du Dir jetzt noch kurz vor dem Abend-Dinner einen einen lapprigen Hamburger reindrückst, wird dies Dein Geschmackserlebnis am Abend deutlich minimieren. Genauso ist es auch beim ersten gemeinsamen Sex und der ersten Liebe. Hier ist es einfach am schönsten, wenn man wartet. Man sagt ja auch: Vorfreude ist die schönste Freude.

VORTEIL 3:  Das Vertrauen innerhalb Deiner Ehe wird gestärkt.
Wünschst Du Dir einen absolut treuen Ehepartner? Einen, dem Du auch vertrauen kannst, wenn Ihr vielleicht mehrere Monate keine Sexualität haben könnt (durch Krankheit oder berufliche Trennung)? Dann würde ich Dir empfehlen mit vorehelichem Intimitäten zu warten. Denn wenn Dein Partner schon vor der Ehe bewiesen hat, dass er auch einmal auf Sexualität verzichten kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er es auch in solchen Ausnahmefällen kann. Entgegengesetzt dazu gibt es auch Personen, die meinen nicht ohne Sexualität leben zu können. Das macht es deutlich schwieriger zu vertrauen und langfristig treu leben zu können.

VORTEIL 4:  Eine verringerte Wahrscheinlichkeit, dass Deine Ehe scheitert.
Wer schon vorehelich mit anderen Partnern verkehrt, hat ein bestehendes Risiko auch ungewollt Kinder zu bekommen. Und ein Kind ist auch immer eine ewige Bindung zum Zeugungs-Partner. Statistische Auswertungen haben ergeben, dass solche Bindungen für eine neue Ehe bzw. Beziehung ein hohes Risiko sind. Das Scheitern einer solchen, neuen Beziehung ist somit größer.
Zudem: Wenn ich viele Beziehungen habe, dann entstehen bei jeder Trennung Verletzungen im Herzen.  Man wird gefühlskälter und vertraut nicht mehr so leicht! Dies ist ein Hindernis für eine gute Ehe. Wenn ich keinen Sex vor der Ehe habe, dann habe ich demzufolge ein geringeres Risiko vor der Ehe verletzt zu werden und eine höhere Chance, dass meine Ehe gut funktioniert.

Herzliche Grüße,
Dein René (Mehr über mich?)

PS. Falls Du noch mehr Infos über „Sex vor der Ehe“ suchst, kann ich Dir
folgende 2 Links empfehlen.

  1. Artikel: http://www.gotquestions.org/Deutsch/Vorehelicher-Geschlechtsverkehr.html
  2. Video von Dr. Johannes Hartl: http://www.youtube.com/watch?v=-6pFKjtSiGw

PPS. Weiterer Tipp: Mein Artikel über das „Glück„.